TRANSmission: Ausstellung
Die Medienausstellung im Künstler*innenhaus Dortmund bildet einen der Anker des Festivals und öffnet ein Panorama zeitgenössischer digitaler Künste.
Zwischen VR-Erfahrungen, experimentellen Games, Videoinstallationen und interaktiven Interfaces entfaltet sich ein vielstimmiges Feld, das spielerische Neugier mit gesellschaftlichen Fragen verknüpft. Hier werden neue Formen des Erzählens sichtbar, die Grenzen zwischen Kunst und Spiel, zwischen Beobachten und Teilnehmen verschwimmen lassen. Wandert durch Mélanie Courtinats entschleunigte Dreamscapes und begebt euch auf eine Rettungsmission, die den Blick schnell umkehrt, erspielt euch die Zukunft durch eine Kristallkugel, oder streicht durch den Quanten Jungle.


The Lived Necrologue ist eine kollaborative Installation von OMSK Social Club, Happy New Tears und Jonas Schoeneberg. Als lebendiges Palimpsest entfaltet sie sich zwischen Erinnerung und Erneuerung, zwischen Spiel und Ritual, zwischen Klang und Bild – ein Raum, in dem Betrachter*innen zu Mitspieler*innen werden. mehr…
In Dorijan Šiškos Spiel The Core durchqueren Spieler*innen ein abstraktes Labyrinth, das Zukunftsbilder entwirft und zugleich in Frage stellt. Entscheidungen öffnen immer neue Wege, bis im Zentrum die Vorstellung einer verfolgten Zukunft entzaubert wird. mehr…
Quantum Jungle ist eine interaktive Installation, die Quantenphysik spielerisch erfahrbar macht. Über 1000 berührungssensitive Metalfedern und tausende LEDs verwandeln Schrödingers Gleichung in leuchtende Muster, die Superposition, Interferenz und Wellen-Teilchen-Dualität sichtbar werden lassen. mehr…
Mit Shininho entwirft Yaloo eine holografische Seereise, die eine 86-jährige K-Pop-Ikone als Piratin durchs digitale Meer treibt. Erinnerungen werden zu Beute, Daten zum Schatz. Zwischen grellen Screen-Reflexen und geisterhafter Präsenz verhandelt das Werk, wie Identität, Geschichte und Kapitalismus sich in Datenkörpern spiegeln. mehr…
Token Eater & Wasted – Zwei Spiele, zwei Spiegelungen unserer Konsumwelt. In Token Eater verwandelt sich der Kranautomat in eine Jagd nach Elektroschrott, der sich unendlich nachfüllt. Wasted dagegen wirft uns in eine absurde Arena aus Geldautomaten, wo Scheitern und Absturz zum Spielprinzip gehören. Beide Arbeiten fragen, was passiert, wenn Ressourcen, Werte und Körper in endlosen Kreisläufen verschlissen werden. mehr…
The Siren beginnt wie ein vertrautes Abenteuer: eine Heldin in Rüstung, ein Auftrag, eine Stimme, die den Weg weist. Doch schnell kippt das Spiel und hinterfragt, warum wir Befehlen folgen, wie wir Sinn suchen und welche Geschichten wir uns vom „Rettungsakt“ erzählen. Ein Werk, das Spielen und Zuschauen gleichermaßen öffnet. mehr…
Als audiovisuelle Installation entfaltet Violent Violins Exposed die düsteren Klang- und Bildwelten von Babak Ahteshamipours gleichnamigem Album. Drei Videos zu drei Tracks führen durch schwarze Träume, techno-kapitalistische Beschleunigung und ihre Verflechtungen von Gewalt, Krieg und Umweltzerfall. mehr…
Cathex ist ein VR-Erlebnis wie ein digitales Gedicht. In einer traumähnlichen Landschaft bewegen wir uns durch emotionale Zustände, investieren Gefühle in Ideen und Begegnungen und werden selbst zu Gestalter*innen einer Reise, die Erinnerungen und neue Perspektiven auf das eigene Dasein öffnet. mehr…
BlueSuburbia ist interaktive Poesie und digitale Literatur, ein Net-Art-Kultklassiker aus den frühen Internetjahren. In seiner Neuauflage öffnet es traumwandlerische Welten zwischen Schönheit und Schrecken, wo Gedichte zu Landschaften werden und Dunkelheit wie Befreiung zugleich wartet. mehr…
Wall flower ist eine interaktive Skulptur mit einem modifizierten Windows-PC und eigenem Controller. Darauf läuft das Spiel „First Person Hugger“, in dem nicht geschossen, sondern umarmt wird – eine verspielte Antwort auf das Ego-Shooter-Genre. mehr…
Die Laserinstallation Perplexity macht sichtbar, wie algorithmische Überwachung Normalität simuliert, Abweichung berechnet und damit unser Verhalten im öffentlichen Raum neu definiert. Besucher*innen sehen ihre eigenen Bewegungen vorgezeichnet und können Routinen spielerisch brechen. mehr…