Der Vortrag untersucht das Konzept eines zukünftigen „XR-Kontingenztheaters” im Kontext der technischen und narrativen Möglichkeiten von erweiterten Realitäten (XR). Aufbauend auf Janet Murrays Vision des „Holodecks” als immersivem Erzählraum und verschiedenen theaterhistorischen Konzepten zeigt der Vortrag auf, wie XR-Technologien neue Formen theatraler Erfahrung ermöglichen, in denen Zuschauer zu aktiven Teilnehmern werden. Das Kontingenztheater nutzt die Offenheit und Veränderbarkeit der virtuellen Realitäten, um die Grenzen zwischen Darstellung und Partizipation, zwischen Fiktion und Realität auszuloten. Neben den künstlerischen und narrativen Potenzialen werden auch die technischen und ethischen Herausforderungen diskutiert sowie praktische Beispiele aufgezeigt, die verdeutlichen, wie XR-Technologien bereits heute neue Theaterformen ermöglichen. Das elektronische Kontingenztheater wird als zukunftsweisender Ansatz präsentiert, der nicht nur das traditionelle Theaterverständnis erweitert, sondern auch neue Wege für kollektive Erfahrungen und gesellschaftliche Selbstreflexion eröffnet.
Anschlussdiskussion mit Jonathan Harth, Robin Junicke, Sarah Buser und Tobias Bieseke
kiU Talk #8 des kiU storyLab der FH Dortmund/Dortmunder U.
Auf Deutscher Sprache.