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Festival für Games, interaktive Kunst und digitales Theater

13.11. — 16.11.25

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Webscape Navigation

Dortmunder U, Konzert, Performance

Eine Live-Coding-Performance, die das Web als begehbaren, performativen Raum inszeniert.

„Webscape Navigation“ von Francesco Corvi (nesso) und Flor de Fuego ist eine browserbasierte Live-Coding-Performance, die das Internet als transdimensionalen Erfahrungsraum erfahrbar macht. Mithilfe eines Gamepads steuern die Performer*innen eine dreidimensionale Umgebung, die visuell wie konzeptuell das Netz repräsentiert. Diese Navigation wird zum Kern der Performance und verwandelt den Akt des Surfens in eine poetische Bewegung durch digitale Landschaften. HTML-Elemente, UI-Bausteine und die Live-Konsole fließen in die Ästhetik ein und legen die technischen Schichten des Internets offen. Debugging-Tools, normalerweise unsichtbar im Hintergrund, werden hier integraler Bestandteil des Kunstwerks. Die Transparenz des Live-Codings eröffnet neue Perspektiven auf das Medium und verschiebt die Wahrnehmung des Publikums: Performance, Medium und Publikum treten in einen neu definierten Dialog. Dabei geht es weniger um technische Virtuosität, sondern um das Erleben einer Navigation, die den digitalen Raum zugleich entblößt und poetisiert.

Dauer ~40 min

Flor de Fuego
Francesco Corvi (nesso)
Creative Coding Utrecht (CCU)

Flor de Fuego (Maria Florencia Alonso) ist eine Digital-Craft-Künstlerin, die hauptsächlich mit Programmierung und Live-Coding arbeitet, um performative Erlebnisse zu schaffen. Ihre Forschung befasst sich mit Konzepten wie Körper, Raum, Code und dem Chaos-Kosmos. Sie hat sowohl einzeln als auch in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern an mehreren internationalen Festivals in Europa und Amerika teilgenommen. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst von der Nationalen Universität von La Plata, Argentinien. Flor engagiert sich aktiv in der Live-Coding-Community, beispielsweise bei Hydra, einer von Olivia Jack entwickelten browserbasierten Live-Coding-Software.

Francesco Corvi ist Sound- und Multimedia-Künstler, Lehrer und kreativer Programmierer. Seine Arbeit erforscht neue performative Sprachen und Ästhetiken durch Live-Coding, adaptive Systeme, Techniken der Klangverräumlichung und Multimedia-Umgebungen. Er schloss sein Studium am Konservatorium Licinio Refice in Frosinone und am Institut für Sonologie in Den Haag (Niederlande) mit Auszeichnung ab und forschte dort zu Computermusik in Bezug auf die Konzepte der Verkörperung, Virtuosität und Live-Performance. Er hat seine Arbeiten bei Veranstaltungen wie den Ostrava Days, New Interfaces for Musical Expression, der International Conference of Live Coding, der International Conference on Functional Programming, Digital Arts Zurich, dem Spring Attitude Festival, ArteScienza, WeSa Seoul, Glitch Pixel Language und vielen anderen präsentiert. Er hat Vorträge und Workshops an verschiedenen Universitäten gehalten, darunter IED, Aalto, NABA und KABK, und arbeitet mit INDIRE und Tempo Reale an Ausbildungsprojekten für Musiklehrer an öffentlichen Schulen zusammen.

Creative Coding Utrecht (CCU) ist eine Non-Profit-Plattform für digitale Kreativität mit Sitz in Utrecht. Wir unterstützen künstlerische Forschung, Talententwicklung und interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Unsere Aktivitäten reichen von öffentlichen Programmen und Labs über Residenzen bis hin zu Bildungsprojekten – stets verankert in Experiment, Zugänglichkeit und Gemeinschaftsbildung. Als Zoöp (zoop.earth) setzt sich CCU dafür ein, mehr-als-menschliche Perspektiven in die kreative Praxis zu integrieren. Diese Forschung untersucht, wie künstlerische und technologische Werkzeuge uns dabei helfen können, die lebendige Welt wahrzunehmen, uns mit ihr zu verbinden und für sie Sorge zu tragen – nicht nur thematisch, sondern auch strukturell, in den Weisen, wie wir schaffen und zusammenarbeiten.