In der audiovisuellen Performance „3-LA Burial Ritual“ inszeniert allapopp ein Begräbnis des eigenen digitalen Zwillings 3-LA. Was einst als Verheißung von Kontinuität und Unsterblichkeit gedacht war, muss verschwinden, um Raum für neue Visionen und Möglichkeiten zu schaffen. Doch wie verabschiedet man etwas, das nie lebendig war? Ist es erlaubt, etwas zu beerdigen, das einem nicht gehört? Welche Gesetze oder moralischen Regeln greifen, wenn es um das Unlebendig-Machen einer digitalen Entität geht – und wie ließe sich dieser Akt überhaupt ausführen? Die Performance begleitet den Prozess, wie ein transhumanistischer Traum sich in einen cyberfeministischen Albtraum verwandelte und wie das Streben nach Unsterblichkeit zum Spiegelbild dessen wurde, dem man eigentlich entkommen wollte. Fragen nach Leben, Tod, Simulation und Animismus verschränken sich mit Arthur C. Clarkes drittem Gesetz: „Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.“
Dauer ~40 min