„habitat“ ist eine interaktive Installation, die das Zusammenspiel von menschlicher Präsenz, Raum und Klang untersucht. Im Zentrum steht ein leuchtendes Podest, das zunächst passiv erscheint, aber durch Interaktion seine eigene Handlungsmacht offenbart. Ursprünglich für das Foyer des Saalbau Witten entwickelt, wo es einen übersehenen Durchgangsort neu belebte, erhält die Arbeit beim Next Level Festival einen neuen Resonanzraum. Berührung, Nähe oder Bewegung aktivieren das Podest, das daraufhin in Echtzeit Klanglandschaften und Lichtmuster erzeugt. Besucherinnen werden so zu Mitgestalterinnen einer akustischen Umgebung, die sich ständig verändert und geteilt wird. „habitat“ macht deutlich, wie Klang als Mittel der Raumgestaltung eingesetzt werden kann und eröffnet neue Formen des Zuhörens und Wahrnehmens. Es lädt dazu ein, architektonische wie soziale Räume nicht nur zu durchschreiten, sondern als lebendige, sich wandelnde Komposition zu erfahren.
habitat wurde von den Musiker*innen und diesjährigen No End To The Road Fellows Rhys Connolly und Lukas Schäfer entwickelt und in Zusammenarbeit mit Philippe Waldecker (Design und Bau des Podests) und Joscha Denzel (Projektmanagement und künstlerische Entwicklung, Saalbau Witten) realisiert. Das Projekt wird vom Kultursekretariat Gütersloh im Rahmen des Förderprogramms #ARTinprogress und von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung gefördert.