„./drum.code“ verbindet Schlagzeugspiel mit experimenteller elektronischer Musik in einer hybriden Performance. Im Zentrum steht ein Dialog zwischen Mensch und Maschine: Der Computer agiert als eigenständiger Mitspieler, indem er den Code während der Aufführung verändert, auf die vom Schlagzeug erzeugten Muster hört und mit eigenen Klängen antwortet. Der menschliche Part wiederum reagiert auf die generierten Sounds und entwickelt daraus neue rhythmische Impulse. Grundlage ist eine Bibliothek aus Codeschnipseln, die durch maschinelles Lernen auf rhythmische Strukturen trainiert wurde. Wahrscheinlichkeitsgesteuerte Entscheidungen fügen während des Spiels Code hinzu oder entfernen ihn, sodass sich ein permanentes Wechselspiel ergibt. So entsteht ein Prozess der gegenseitigen Beeinflussung, der die Grenzen zwischen analogem Instrument und digitalem System verschwimmen lässt. „./drum.code“ macht Live-Coding zu einer körperlich erfahrbaren Performance und eröffnet neue Formen elektronischer Tanzmusik, in der Improvisation, Technologie und menschliche Kreativität untrennbar ineinandergreifen.
Dauer ~40 min